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Stark angejahrt – mein Schriftsteller-Blog

Dieses Blog ist – man verzeihe mir den Ausdruck – stark angejahrt, vor allem, was das Design betrifft. Und das, obgleich es relativ neu ist. Das Blog kann vielleicht noch einmal neu erstehen – nicht gerade wie der Phönix aus der Asche, aber besser für kleine Bildschirme (Handys) geeignet.

Und weil das so ist, bin ich mit Sack und Pack, spitzen Krallen und ebenso spitzer Zunge mit meinem Blog wieder auf die Ursprünge zurückgegangen – auf Sehpferd.

Dort finden Sie, was Sie suchen – ungewöhnliche Meinungen und harte Worte. Und wenn sie diese dort nicht finden, dann sagen sie mir, was sie dort gerne gefunden hätten.

Warum „soziale Gerechtigkeit“ niemanden wirklich interessiert

Warum „soziale Gerechtigkeit“ niemanden wirklich interessiert

Die Sozialdemokratie war einst angetreten, in der Koalition für die „soziale Gerechtigkeit“ zu sorgen. Das hat sie denn auch getan, soweit es ihr möglich war – doch schließlich stellte sich heraus: Mit sozialer Gerechtigkeit ist kein Blumentopf zu gewinnen.

Wer am konsequentesten arbeitet, zahlt die meisten Steuern

Der Grund liegt bei den Massen, für die im Endeffekt nichts getan wird. Die Steuerpolitik ist längst so gestaltet, dass die Menschen, die am härtesten und konsequentesten arbeiten, letztlich viel zu hohe Steuern bezahlen, sodass sich Leistung nicht wirklich lohnt.

Soziale Gerechtigkeit für Minderheiten - damit gewinnt man keine Wahlen

Wer von der angeblichen „sozialen Gerechtigkeit“ profitiert, sind Menschen ohne Tarifverträge oder mit sehr niedrigem Lohn, die aber nun nicht gleich aus Dankbarkeit SPD wählen. Und es sind sind vielleicht Leiharbeiter, die auch nicht gerade die Masse darstellen. Was nun wieder heißt: „Soziale Gerechtigkeit“ zahlt sich bei Wahlen nicht aus. Erstens, weil sie wenige betrifft, und zweitens, weil es nicht um Gerechtigkeit geht, sondern um ein höheres Einkommen.

Der Mindestlohn - Umverteilung auf wessen Kosten?

Nun will die Linkspartei den gleichen Fehler wiederholen: Sie schielt auf die Menschen, die sich ewig ungerecht behandelt fühlen, und fordert, „in einem reichen Land dürfe es keine Armut“ geben. Genannt wird die Altersarmut, die ohne Zweifel ein Problem darstellt – allerdings weder für einen Lehrer noch für einen Metaller. Und das Lieblingskind aller Sozialschwätzer, der Mindestlohn? Er hat regionale bestimmte Waren – und dabei waren auch Grundnahrungsmittel - um bis zu 25 Prozent verteuert. Und wir dürfen gerne davon ausgehen, dass jede Erhöhung um 20 Prozent, wie sie mehrfach von der Linken gefordert wurde, wieder an den Kunden weitergegeben wird – an Arme wie an Reiche.

Das wäre möglicherweise noch erträglich. Unerträglich ist, dass damit in den Betrieben ein Lohnungleichgewicht und ein Lohnneid entstehen: Weniger qualifizierte Arbeitnehmer verdienen dann nämlich genauso viel wie qualifizierte – und das ist genau die Teufelsfratze des Sozialismus – die Gleichmacherei. Denn wenn weder Ausbildung noch Leistung zählt, sondern nur noch der Mindestlohn, der nach und nach zum Regellohn werden soll – was ist das anderes als der nackte Sozialismus?

Was für eine Farce das Linken-Geschwätz von der „Revolution der Gerechtigkeit“ ist, kann man daraus ersehen, dass man sich auf „Altersarmut, sozialer Ungleichheit und Wohnungsnot“ beruft. Denn die Altersarmut kann wirksam nur über Steuergelder eingedämmt werden, die abermals von den Leistungsträgern der Gesellschaft kommen sollen – und keinesfalls „von allen“. Selbst wenn das „gerecht“ wäre, müsste man doch diejenigen warnen, die demnächst zur Kasse gebeten werden. Von der „sozialen Ungerechtigkeit“ zu sprechen, ist Unfug – wenn, dann muss man seitens der Linken Ross und Reiter nennen. Denn was „ungerecht“ ist, darf nicht durch Sozialisten allein entschieden werden. Und die „Wohnungsnot“?

Wohnungsnot hat andere Gründe als "soziale Ungerechtigkeit"

Sicher, die gibt es hier und dort, vor allem aber an Orten, an denen die Wirtschaft boomt – und dieses Knoten zu durchschneiden, ist viel zu kompliziert, um ihn Sozialisten zu überlassen. Zudem wissen gerade die Sozialisten genau, dass dort, wo Sie „sozial“ gebaut haben, nämlich nahezu überall im Osten, ein Überangebot an Wohnungen besteht, das die Preise drückt und die private Vermietung unrentabel macht – und damit auch den Mietwohnungsbau.

Kein Wunder, wenn die Parteien, die sich „Sozialismus“ auf die Fahnen geschrieben haben, verlieren: Ihre Kernthemen gehen an der Masse vorbei, ja, sie verunsichern die Wähler der Mitte, die dennoch SPD und "Die Linke" gewählt haben.

Ein Mensch geht in die Oper

Dieser Tage war ich in der Oper. Aha! Kaspertheater mit Gesang. Der Gesang soll vortrefflich gewesen sein, was ich dem Kritiker meines Ortsblättchens (OVZ) gerne glauben will, die Inszenierung war ihm allerdings nicht ganz geheuer. Andere waren da wohl noch befremdeter, wie etwa der Kritiker der OTZ, und auch das Publikum, das nur müden Beifall klatschte. Der Grund dafür soll das Beiwerk gewesen sein. Na schön – ich habe mich amüsiert und wahrscheinlich an den falschen Stellen gegrinst. Immer dann, wenn’s in der Oper so theatralisch wurde.

Ich deutete schon an, dass ich von der „Größe“ der Oper also solche nicht überzeugt bin und ich denke, dass in derartige Singspiele viel zu viel hineininterpretiert wird … Kaspertheater mit schönen Stimmen trifft’s wohl eher. Das Stück hieß wohl „Der Freischütz“, und ich kann Ihnen sagen: Das Thema ging mir restlos am Arsch vorbei.

Nun soll aber diese Oper, der ich beiwohnte „die deutsche Nationaloper“ schlechthin sein. Und falls das zutreffen sollte, frage ich mich nun doch ernsthaft, ob die Deutschen noch ganz bei Trost sind. Und mich befällt so der Gedanke: Ja, da war doch immer von der deutschen Leitkultur die Rede, nicht wahr?

Und das, was ich gesehen habe, das soll die deutsche Kultur in Reinform gewesen sein? Deutsche Mystik, deutsche Romantik, deutscher Wald und deutsche Frauen? Ein Freischuss auf die eigene Braut, der vielleicht eine Katastrophe gewesen wäre, aber dann doch keine ist?

Nein, danke.

Integration durch Arbeit - und bitte ohne Mindestlohn

Alles schwieriger machen, aber nicht besser: SPD
Mit der Sozialdemokratie wird alles komplizierter – aber nicht besser. Das gilt leider seit Jahren, und umso mehr, seit der Mindestlohn gegen zahllose Widerstände durchgeboxt wurde. Angeblich war er ja ein Segen für die Menschheit – und die SPD feierte sich jüngst selbst, weil sie das vermeintliche Jahrhundertwerk zustande brachte.

Man könnte dennoch seinen Frieden mit dem Mindestlohn machen, wäre da nicht die Betonkopfmentalität der SPD. Nun sollen auch Flüchtlinge um jeden Preis „Mindestlohn“ bekommen?

Die Frage, wer welchen Lohn verdient oder nicht hat doch mit „Flüchtlingen“ gar nichts zu tun, sondern mit Qualifikationen und Erfahrungen. Angesichts dieser Tatsache muss es doch wohl noch eine Möglichkeit geben, Menschen einen Arbeitsplatz zur Eingliederung zu bieten, der nicht gleich mit dem vollen Mindestlohn honoriert wird.

Deutschland wird mit der Sozialdemokratie nicht glücklich werden –und mit der dunkelroten Linkspartei schon gar nicht, solange Ideologie jede gute Idee sofort zunichtemacht. Was bleibt dem Bürger eigentlich noch übrig, außer die Mutti-Partei zu wählen? Will die SPD auch noch ihre letzten Wähler und Befürworter vergraulen?

Die SPD erweist Deutschland gegenwärtig einen Bärendienst, und sie schadet der Großen Koalition nur noch mehr, als dies ohnehin der Fall ist. Wenn schon Frau Merkel keine Konzepte mehr hat und in der CDU keine Persönlichkeiten nachwachsen, was geschieht dann mit der deutschen Politik?

Frau Merkel hat einen wesentlichen Fehler gemacht – sie hat „wir schaffen das“ in den Raum gestellt und sich dann zurückgelehnt. „Wir“ schaffen es eben nicht, weil die deutsche Politik keine glaubwürdigen Konzepte mehr hat – und dabei auch noch die EU aufs Spiel setzt. Und die SPD? Sie sitzt ebenso selbstgefällig im Bremserhäuschen und versucht, auch noch den letzten Rest unserer Möglichkeiten zunichtezumachen. Mach wir uns doch nichts vor: Es ist wichtig, Integration durch Arbeitsmöglichkeiten zu fördern, und es ist übrigens sehr kostengünstig für Staat und Gesellschaft. Nun gut – die SPD will, dass alles teuer und kompliziert wird. Und warum? Damit sie sich später wieder als Partei der sozialen Gerechtigkeit präsentieren kann – worauf offenbar immer noch ein Teil der Wähler hereinfällt.

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Termine – Auslastung im Jahr 2016

Ich bin zu Anfang 2016 voll ausgelastet und nehme daher für Ablieferungstermine im Januar bis Mitte Februar keine Aufträge mehr an. Die Planung für Februar und März ist noch nicht ganz abgeschlossen.

Eilige Aufträge und solche mit Ablieferungstermin März 2016 nehme ich gerne an, und selbstverständlich erhalten Sie im Januar und Februar auch Auskünfte und Angebote.

Verfügbarkeit Schriftsteller Gebhard Roese 2016

Statt Trauer Besserwisserei

Eine Veranstaltung am Abend, lange geplant und in keiner Weise politisch. Eine kurze Rede, Paris wird erwähnt. Politikbesserwisserei von einer „wehrhaften Demokratie“. Kein Wort der Trauer.
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Nichts übers Herz

Heute bringe ich nichts übers Herz, nichts über die Feder und nichts über die elektronische Schwelle zur Welt. Es ist einfach zu schrecklich, was in Paris geschehen ist.
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Und wieder spielt eine Gewerkschaft den dicken Max

Das Streikrecht ist eine heilige Kuh, und daran zu rütteln, käme einem Verrat an der Arbeiterschaft nahe. Doch die ist längst äußerst besonnen und streikt bestenfalls für höhere Löhne, wenn es denn gar keine Einigung gibt. Das ist selten der Fall, und das ist auch gut so.

Das deutsche Ansehen in der Welt ist allerdings in Gefahr: BER ist eine absolute Katastrophe für Deutschland, weil sich politische und wirtschaftliche Unfähigkeit dabei ein seltenes Stelldichein gaben – und nach wie vor geben. Das miserable und von Parteiinternessen gesteuerte Management in der sogenannten „Flüchtlingskrise“ stellte allen Beteiligten ein schlechtes Zeugnis aus. Das Schlimmste: Die Politik erweist sich immer mehr als unfähig, rechtzeitig sinnvolle Entscheidungen zu fällen. Leider gilt das inzwischen auch für große Konzerne. Sie erweisen sich oftmals al unfähig, flexibel und schnell auf Änderungen der Wirtschafts- oder Stimmungslage zu reagieren. Es gibt keinen „Plan B“, kein „was-wäre-wenn“-Konzept, ja nicht einmal eine Problemlösungsstrategie.

Nun also spielt mal wieder eine Gewerkschaft den dicken Max: UFO. Falls der Streik nun tatsächlich so stattfindet wie geplant, schadet man nicht nur der Lufthansa, sondern auch Deutschland – und am Ende dem wichtigsten, nämlich dem Arbeitsplatz, den man besitzt.

Lufthansa ist zum Teil selbst schuld. Wie bei vielen deutschen Unternehmen wird die Karte der Selbstherrlichkeit und Geheimniskrämerei so lange ausgespielt, bis jemandem der Kragen platzt. Und da fragt sich nun: Warum hat Lufthansa nicht rechtzeitig die Karten auf den Tisch gelegt? Deutschland ist keine Insel der Seligen, und wenn der Rest der Welt jetzt schärfer kalkuliert, muss dies auch das deutsche Luftfahrtunternehmen tun. Und da muss eben manches, was der „normale Angestellte“ lieb gewonnen hat, für die Zukunft auf der Strecke bleiben. Freilich kann man streiken – nur nicht gegen die eigene Zukunft.

Ob Einigung, Eklat oder Scherbenhaufen – UFO pokert zu hoch. Selbst, wenn man jetzt „Erfolg“ haben sollte, müssen die gleichen Themen in Kürze wieder neu aufgerollt werden – und zwar ohne Streik.
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Tatort vom Bodensee - Mord aus Güte?

Das Gute: In diesem Tatort "Côte d’Azur" waren nicht die bösen, von Raffgier oder Eifersucht getriebenen Kapitalistenschweine die modernden Bestien.

Mord mit sozialromantischem Hintergrund

Nein, nein, diesmal war es ein sozialer Romantiker, der das beste für einen Säugling wollte und deswegen mit der stumpfen Seite eines Hackebeilchens die Mutter tötete – übrigens im Wahn, der Vater zu sein. Möglich wäre es gewesen, denn die Mutter vögelte – stets besoffen – mit allen Männern herum, die sie traf.

Die erschlagene Mutter war eine äußerst zwielichtige Person. Kombinierte Hartz IV mit allen Tricks eines selbstsüchtigen Luders und beherrschte dies offensichtlich in ihren etwas nüchterneren Momenten perfekt. Nur war ihr der Säugling im Weg, der in ihrem Leben zwischen den Fronten von arm und reich immer mehr zur Last wurde.

Da waren noch die anderen Guten, die auch nicht so gut waren: Erstens ein Ermittler. Dem wird eine dusselige Information genau so überspielt, wie sie per SMS ankam – mehrdeutig. Und weil seine ruppige, alternde Kollegin daran einen Fehler sieht (nicht ihren Fehler, versteht sich), versucht sie den Psychoterror: Schlechtes Gewissen einreden.

Tote Mutter - gute Mutter?

Das funktioniert. Kommissar zwei, männlich, jung, sitzt tagelang am Bett des beinahe erfrorenen Säuglings, hat offenbar sonst nichts zu tun. Redet mit dem Kinderarzt, der – nach gründlicher Abwägung der Lage – froh ist, dass die Mutter tot ist. Der Zuschauer kann nun wählen zwischen der Meinung der Kommissare, das eine Mutter, die ihr Kind schädigt, immer noch besser ist als eine tote Mutter und der Meinung des Arztes, eine tote Mutter sei ein Segen für das bereits misshandelte Kind.

Die nette Folter-Kommissarin

Oh ja – Sozialdrama. Das sowieso. Und Drogen. Andere als Alkohol und Alkohol selbst. Klar können Menschen so sein – aber wollen wir die wirklich sehen? Und wird ein Sozialdrama glaubwürdiger, wenn man gleich eine ganze Gruppe Gestrauchelter zeigt, die doch eigentlich noch „ganz nett“ sind? Na ja, und am Ende hilft dann Frau Kommissarin auch noch einer suchtkranken Frau, die sie zuvor der Folter des kalten Entzugs ausgesetzt hat. Da wollte „Mutti“ Kommissarin wohl auch mal nett sein.

Ein bisschen Klamotte fürs Volk - und Ernst für einen ZEIT-Kritiker

Daneben ein bisschen Klamotte um Weihnachten, Weihnachtsmänner, Orang-Utans und Musikproduzenten und das alles – ich vergaß es fast, in Vorfeld der „Stillen Heiligen Nacht“, die am Ende auch für den Kitsch herhalten musste. Und nur der Zeit-Kritiker, der die Sache offenbar ernst nahm, schrieb:

Der Musikproduzent Jürgen vereint die schlechten Eigenschaften sämtlicher Außenseiter auf sich. Er ist exzentrisch, alkoholkrank und misogyn (1). Rechtfertigen müssen sich aber nur die Mittellosen und Solidarischen. Ein Deutsches Trauerspiel.


Ach, hatte ich mich nicht zu Anfang gefreut, dass es diesmal keine sozialistischen Gerechtigkeitstendenzen gab? Nun sind sie wieder da. Von der ZEIT hätte ich sie freilich nicht unbedingt erwartet.

Passen Sie, lieber Leser, bitte auf, dass Sie (falls Sie Musikproduzent, Künstler oder Schriftsteller sind, bitte immer auf, dass sie nicht "die schlechten Seiten sämtlicher Außenseiter auf sich vereinigen".

Zitat: DIE ZEIT.
(1) Anmerkung: Das Fremdwort "misogyn" bedeutet "frauenfeindlich".

Warum Herr Pirincci unerträglich geworden ist

Der Schriftsteller kann und darf normalerweise übertreiben – und in Kurzgeschichten, Novellen und Romanen wird dies sogar von ihm erwartet. Üblicherweise stellt er sich nicht in die Reihen der politisch Einseitigen und dies aus gutem Grund: Parteiräson ist dem Schriftseller fremd, der gewohnt ist, alles zu schreiben, was denkbar ist.

Ich habe den Schriftsteller Akif Pirinçci einmal verteidigt – weil es nicht sein kann, dass ein Mensch kein Buch im Zorn schreiben darf. Menschen sind häufig zornig, und ein Buch kann man wenigstens als Diskussionsgrundlage ansehen, auch wenn es noch sehr so sehr nach Populismus stinkt.

Akif Pirinçci hat sich nun aber entschlossen, dem ohnehin schon rechtslastigen Bündnis Pegida eine Rede zu halten, die noch weitaus empörender ist, als sie in der Presse zitiert wurde. Das waren nicht böse Worte, das war kein unüberlegter Rechtspopulismus, das war der blanke Hass.

Deutschland mag dies oder jenes brauchen oder nicht brauchen, und es mag unterschiedliche Meinungen über Deutsche und Flüchtlinge geben. Aber eines darf es nicht geben: den blanken, ungebremsten Hass. Er frisst die Seelen auf und vergiftet die Gedanken – und niemand wir sagen können, dass darin etwas Positives für Deutschland zu finden ist.

Polizeiruf: verwirrend, unsinnig und völlig daneben

Mal ehrlich, Jungs von der ARD: So schlecht ist der Osten nun wieder nicht, dass ihr die Zuschauer mit euren „Krimi“ genannten Ränkespielen "Wendemanöver" so verarschen müsstet. Zeitweilig fühlt man sich doch tatsächlich ins Milieu der „Vorstadtweiber“ versetzt, und in der Tat ergeben sich da gewisse Déjà-vu-Effekte.

Die Regie soll ja gut gewesen sein – nun ja, wie man’s nimmt. Man könnte sagen: An einem beschissenen Drehbuch verzweifelt auch der beste Regisseur. Und am Ende wurde dann ein absolut dünner Stoff solange mit einer Mischung aus Hakeligkeiten, lachhaften Verwicklungen und Langeweile aufgeblasen, bis daraus ein Zweiteiler entstand. Wahrscheinlich, damit das blöde Publikum sich veranlasst fühlt, noch ein zweites Mal diesen Blödsinn anzusehen. Leute, habt erbarmen! Schmeißt eure Drehbuchschreiber raus! Oder wenn ihr euch ihnen schon verpflichtet fühlt: Sagt ihnen sie, sollten kürzere, kompaktere, aber verständlichere Drehbücher schreiben.

Vielleicht sollte ich noch anmerken, dass verschiedene Zeitungen im Osten diesen Krimi lobten – was wieder viel Licht auf die Befindlichkeiten der ostdeutschen Fernsehzuschauer wirft: Hauptsache, es sind unsere Leute, unsere Städte und unsere (angeglichen) Mentalitäten.

Überhaupt die Kritiker: Warum bemühen sich einige Redakteure unserer Abonnements-Gazetten eigentlich dauernd darum, die ARD schön zu reden, wo sie bestenfalls mäßig ist? Nur, weil das „Privatfernsehen“ noch mehr Blödsinn verzapft?

Die FAZ trifft meine Meinung am besten. Aber Selbst lustig sein sollende Szenen wie die Bestechung einer Psychologin wirken wie eingestreute Nummern von Altenabend-Komikern.
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Frauenquote bei der ARD – beginnt nun der Kulturbetrug?

Frauen sind – oh, wir haben es oft genug gehört, die besseren, die moralischeren und tüchtigeren Menschen. Sie schaffen in Massen Kultur - was wir an den Kitsch-Liebesromanen unzweifelhaft jederzeit ablesen können. Doch bei ihnen ist keine Quote nötig: Wenn der Romantik-Schleim unten aus dem Fernseher herauskommt, stammt das Buch oder Drehbuch garantiert von einer Frau.

Ei, ei, da wären noch Krimis: IM Vereinigten Königreich sind zwar noch nicht alle Autoren weiblich, aber es gibt immer mehr Kommissarinnen. (Übrigens sind einige meiner Favoritinnen darunter).

Und nun? Nun will die öffentlich-rechliche Fernsehanstalt ARD das Gleichgewicht der Drehbuchschreiber bei Krimis manipulieren. Alles, was nicht 50:50 ist, muss bekanntlich geändert werden, wenn man den Feministinnen Glauben schenken soll – und die haben offenbar auch die ARD als Kampfplatz für ihre Absichten entdeckt. Offenbar ließ sich davon auch der Prorammdirektor beeinflussen. Zwar will er vorerst nur 20 Prozent der Produktion „in Frauenhände legen“ (wie rührend von ihm), doch sollen dabei eben auch die ARD-Zuschauermagnete „Tatort“ und „Polizeiruf 110“ sein.

Es ist völlig gleichgültig, ob jeder Fünfte oder jeder zweite Film dem „Händchen“ einer Frau entspringt – Tatsache bleibt, dass Quoten immer einseitige Manipulationen sind, durch die im Zweifel eben nicht der bessere Beitrag, sonder der „Quotenbeitrag“ zum Zuge kommt. Wobei man beim Tatort eigentlich nichts mehr falsch machen kann – das Niveau ist ohnehin im A … Pardon, im Absinken.

Ver.di will nochmals seine Macht demonstrieren

Die Gewerkschaft Ver.di hat ernsthaft vor, die Familien noch einmal unter Stress zu setzen, um damit einen erheblich höheren Lohn für die im Grunde nicht schlecht verdienenden Erzieherinnen und Erzieher durchzusetzen. Wieder einmal soll das Konzept aufgehen: Man übt Druck auf die Gesamtheit der Arbeitnehmer der freien Wirtschaft aus, um die ohnehin klammen Kommunen in die Knie zu zwingen. Und am Ende wollen die eitlen Gewerkschaftsbosse dann noch als Helden dastehen.

Verlierer sind die Eltern, bei denen beide Elternteile hart arbeiten – und genau darauf baut die Gewerkschaft Ver.di, die diesen Eltern nun Knüppel zwischen die Beine wirft. Aber ob Ver.di siegt oder nicht – die Eltern werden sowieso die Zechen zahlen. Denn das Geld für die hernach gestiegenen Kosten werden sich Träger und Kommunen wieder von dort zurückholen, wo es am leichtesten abzugreifen ist: bei den Eltern. Und deren Budget ist begrenzt.

Ver.di kann nicht ewig gegen das Volk streiken. Auch die Lokführer konnten es nicht. Nur sieht Ver.di dies noch nicht ein – und das ist wirklich schade.

Krimi-Klamotte als TATORT aus Frankfurt

Die Presse kommt aus dem Lobhudeln über den neuen Tatort-Krimi gar nicht heraus: ja, das war mal etwas. Nicht wahr? Da erweisen sich ganze Abteilungen der Sitte als Komplizen der Mafia, und auch beim Morddezernat wird kräftig verschleiert. Muss einfach sein, weil die Guten eben auch nicht so gut sind.

Ach ja. Alles deutet auf Selbstmord, war es aber nicht. Ja, wenn es das gewesen wäre – wozu dann der Aufriss, einen Krimi zu schreiben? Der Zuschauer ahnt: Klar war es Mord. Und dann? Man fragt sich, ob man in einer Boulevardklamotte ist, oder in einer Ermittlung. Persönliches ist gefragt, Tatsachen oder gar Ermittlungsarbeit werden nebensächlich, genau wie die Handlung. Erst purzeln Münzen auf die Straße, dann flattert ein Geldschein herunter. Und schon denkt man: hey, da kommt doch noch etwas? Tatsächlich fällt schließlich (platsch!) ein Mensch herunter, der dabei ein Autodach verbeult.

Ein anderer Mensch, seines Zeichens Polizist (Sitte) wird parallel von einem weiteren Polizisten (ebenfalls Sitte) erschossen. Später wird seine sterbliche Hülle aufgefunden, natürlich von einem Gauner. Doch leider verbleibt dessen Körper im Kofferraum eines Autos, das … ach, welche glückliche Fügung – bei einem Schrotthändler deponiert wurde. Schon denkt man: Aha, und wann wird es geschreddert? Es wird – mitsamt der Leiche. Welch toller Einfall, nicht wahr?

Oh ja, toll. Aber wird werden aufgeklärt: zum Beispiel vom Tagesanzeiger, der schreibt (wohlmeinend, aber vielleicht sogar zutreffend):

Klar, dass der Drehbuchautor Erol Yesilkaya keinen realistischen Kriminalfall inszenieren, sondern Klischees und Konventionen hinterfragen wollte.

Für eine Kriminalsatire reichte es aber nicht, weil die Stellen zum Lachen fehlten – und die Figuren nicht „überzogen“ genug waren. Klar ist die Psychologin Anna Janneke ein bisschen neben der Spur, klar ist Kollege Paul Brix ein einsamer Wolf mit eigenen Gesetzen. Aber das reicht eben nicht – und mal ehrlich, heute ist „Kottan ermittelt“ auch nicht mehr so witzig, wie es mal war.

Ach ja – die Presse meint überwiegend, das sei Autor und Regie eine ganz große Nummer gelungen. Und fragt, was der typische Zwerg Nase, der „Tatort“ sieht, nun wirklich wissen will. Was ist eigentlich mit dem Kommissar und seiner eigenartigen Mitbewohnerin? Und wie wird sich das Verhältnis von Kommissar und Psychologin entwickeln?

Ein Kriminalfilm? Eine Krimisatire? Ein Sammelsurium schrulliger Typen? Nein, nein: Irgendetwas muss das Fernsehen ja am Sonntagabend bringen. Und erwartet wird ein „Tatort“. Also wird auf Biegen und Brechen einer gebastelt. Und heraus kommt dann eben eine Krimi-Klamotte.

Tatort aus Luzern – sollten wir den Täter klammheimlich lieben?

Der Täter war sowieso schon mal der Täter. Ganz klar. Da muss der Zuschauer wenigstens nicht rätseln. Eigentlich war es so knuffig, dass ihn jede Frau gerne mal mit Heim nehmen würde, um ihn mal richtig durchzuknuddeln und dann am nächsten Morgen hurtig wieder loszuwerden.

Nur, dass er den Menschen leider so scheußlich die Hirne aus dem Kopf schießt. "Es wird gerichtet" war der Titel. Der Zuschauer ist irritiert, weil das Kerlchen doch so lieb aussieht. Aber das soll er nicht bleiben: Ein „Profiler“ erklärt langatmig, wie ein netter Mensch dazu kommt, einfach so die Gehirne wegzupüstern. Das Publikum darf nun noch entscheiden: Dürfen wir den Täter noch klammheimlich lieben oder müssen wir ihn schon hassen?

Ei, ei, aber da bringt er einen Freund um, einfach so. Nun sollen wir ihn vermutlich hassen. Und dann erschießt er noch den „Falschen“, und der böse, böse Mann, den er erschießen wollte, lebt weiter. So ein Ärger aber auch.

Am Ende nimmt der inzwischen traurige Knuddelmann seine Frau in den Arm und erschießt sich selbst nebst Ehefrau. Beide sind tot, was die Frage nach der Gerechtigkeit abermals offen lässt. Wer wird schon schlecht von den Toten reden? Sie sind einfach zu tot.
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