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Tatort aus Luzern – sollten wir den Täter klammheimlich lieben?

Der Täter war sowieso schon mal der Täter. Ganz klar. Da muss der Zuschauer wenigstens nicht rätseln. Eigentlich war es so knuffig, dass ihn jede Frau gerne mal mit Heim nehmen würde, um ihn mal richtig durchzuknuddeln und dann am nächsten Morgen hurtig wieder loszuwerden.

Nur, dass er den Menschen leider so scheußlich die Hirne aus dem Kopf schießt. "Es wird gerichtet" war der Titel. Der Zuschauer ist irritiert, weil das Kerlchen doch so lieb aussieht. Aber das soll er nicht bleiben: Ein „Profiler“ erklärt langatmig, wie ein netter Mensch dazu kommt, einfach so die Gehirne wegzupüstern. Das Publikum darf nun noch entscheiden: Dürfen wir den Täter noch klammheimlich lieben oder müssen wir ihn schon hassen?

Ei, ei, aber da bringt er einen Freund um, einfach so. Nun sollen wir ihn vermutlich hassen. Und dann erschießt er noch den „Falschen“, und der böse, böse Mann, den er erschießen wollte, lebt weiter. So ein Ärger aber auch.

Am Ende nimmt der inzwischen traurige Knuddelmann seine Frau in den Arm und erschießt sich selbst nebst Ehefrau. Beide sind tot, was die Frage nach der Gerechtigkeit abermals offen lässt. Wer wird schon schlecht von den Toten reden? Sie sind einfach zu tot.
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