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Und es war Wahl in Deutschland …

Zur Wahl habe ich mich nicht geäußert, weil ich mir geschworen habe, nicht politisch zu werden. Doch stets es dem Demokraten gut an, ein paar Worte zum Wahlausgang zu formulieren.

Partei „Mutti“ siegt

Der Deutsche versucht, konfliktfrei zu leben. Wer glaubt, dass dies ein guter Weg ist, hat Frau Merkel gewählt. „Mutti“ ist bekannt dafür, sich so durchzuwurschteln, ohne jemandem im Volk zu nahe zu treten. Allerdings – die Merkel-Partei hat eine unberechenbare Schwester, die immer wieder querschießt. Die „Mutti“ der CSU musste sogar nach der Wahl noch Wahlkampf mit der Herdprämie machen.

Die "Wir-Partei" aka SPD – Zerfleischung durch Richtungsdiskussion

Auch der Herausforderer, Herr Steinbrück, bildete kaum den Stein des Anstoßes, den manche Presseorgane gerne aus ihm gemacht hätten. Wofür stand er doch noch? Für das „Wir“? Ach so – dafür stehen wir alle, auch wenn wir uns nicht unter den Sozi-Schutzschirm begeben wollen. Waren da auch noch Themen? Na klar, sagt die SPD ud kann auch ein paar nennen. Das Volk hat aber andere Sorgen, nämlich Jobs, Kitas, Schulen und Kindergärten. Jetzt wird diese merkwürdige Partei mal wieder darüber diskutieren, wie „links“ man sein darf oder muss, um Wahlen zu gewinnen. Ich sage mal drastischer als sonst: Das interessiert das Volk einen Scheiß.

Die FDP – Arroganz zahlt sich nicht aus

Wie hieß noch dieser Mann von der FDP, der immer so nuschelt, und dieser andere Mann, der immer so daherkommt wie ein Musterschüler? Und was wollte eigentlich diese Partei? Den Schutz der Bürger vor dem Zugriff des Staates oder den Schutz der Zahnärzte von Konkurrenz aus dem EU-Inland? Das ist Polemik, sicher. Aber vielleicht hätte man Prioritäten setzen können? Und: Arroganz an der Spitze zahlt sich sowieso nicht aus.

Grün – letzte Haltestelle Bürgerlichkeit

Die Grünen tun mir ein bisschen leid, wegen der Hetzkampagne der Rechtspresse, die auf sie niederging. Aber: Scheinthemen zu initiieren, wie es die politische Konkurrenz der Presse offenbar einflüsterte (oh, war da eine „freie, unabhängige“ Presse?), zahlte sich nicht aus. Der Grund für die Verluste liegt darin, dass sich die „Grüne Idee“ überholt hat. Die Partie steht jetzt überwiegend nur noch für den neobürgerlichen Wohlanstand, auch „Gutmenschentum“ genannt. Das langweilt kolossal.

Linkspartei verliert, sieht sich aber als Gewinner

Die Linkspartei stört nicht, weil sie links ist, sondern weil sie von vornherein unhaltbare und zudem nicht durchsetzbare angeblich „soziale“ Forderungen stellt, die keine Bodenhaftung mehr haben. Es sei denn, bei einigen unbelehrbaren Ex-DDR-Bürgern. Bei denen soll „der Staat“ immer noch alles richten. Da helfen auch einzelne vernunftbegabte Abgeordnete der Linkspartei nichts: Deutschland will nicht nach Linksaußen abdriften.

Alternative für Deutschland

Wir sind noch einmal davon gekommen – es gibt keine neue Rechtspartei im Parlament. Ach ja – die Presse bewundert heute den Aufstieg der AfD innerhalb so kurzer Zeit – so, als wäre man niemals der aggressiven Internet-Werbung dieser neuen Partei begegnet. Diese Leute von der AfD mögen denken, was sie wollen – aber wer Europa schaden will, schadet in Wahrheit Deutschland. Übrigens: Die Wahl einer "Alternative" schließt nach dem Wortbegriff jede andere Möglichkeit aus.
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