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Und wieder spielt eine Gewerkschaft den dicken Max

Das Streikrecht ist eine heilige Kuh, und daran zu rütteln, käme einem Verrat an der Arbeiterschaft nahe. Doch die ist längst äußerst besonnen und streikt bestenfalls für höhere Löhne, wenn es denn gar keine Einigung gibt. Das ist selten der Fall, und das ist auch gut so.

Das deutsche Ansehen in der Welt ist allerdings in Gefahr: BER ist eine absolute Katastrophe für Deutschland, weil sich politische und wirtschaftliche Unfähigkeit dabei ein seltenes Stelldichein gaben – und nach wie vor geben. Das miserable und von Parteiinternessen gesteuerte Management in der sogenannten „Flüchtlingskrise“ stellte allen Beteiligten ein schlechtes Zeugnis aus. Das Schlimmste: Die Politik erweist sich immer mehr als unfähig, rechtzeitig sinnvolle Entscheidungen zu fällen. Leider gilt das inzwischen auch für große Konzerne. Sie erweisen sich oftmals al unfähig, flexibel und schnell auf Änderungen der Wirtschafts- oder Stimmungslage zu reagieren. Es gibt keinen „Plan B“, kein „was-wäre-wenn“-Konzept, ja nicht einmal eine Problemlösungsstrategie.

Nun also spielt mal wieder eine Gewerkschaft den dicken Max: UFO. Falls der Streik nun tatsächlich so stattfindet wie geplant, schadet man nicht nur der Lufthansa, sondern auch Deutschland – und am Ende dem wichtigsten, nämlich dem Arbeitsplatz, den man besitzt.

Lufthansa ist zum Teil selbst schuld. Wie bei vielen deutschen Unternehmen wird die Karte der Selbstherrlichkeit und Geheimniskrämerei so lange ausgespielt, bis jemandem der Kragen platzt. Und da fragt sich nun: Warum hat Lufthansa nicht rechtzeitig die Karten auf den Tisch gelegt? Deutschland ist keine Insel der Seligen, und wenn der Rest der Welt jetzt schärfer kalkuliert, muss dies auch das deutsche Luftfahrtunternehmen tun. Und da muss eben manches, was der „normale Angestellte“ lieb gewonnen hat, für die Zukunft auf der Strecke bleiben. Freilich kann man streiken – nur nicht gegen die eigene Zukunft.

Ob Einigung, Eklat oder Scherbenhaufen – UFO pokert zu hoch. Selbst, wenn man jetzt „Erfolg“ haben sollte, müssen die gleichen Themen in Kürze wieder neu aufgerollt werden – und zwar ohne Streik.
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