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Ein Mensch geht in die Oper

Dieser Tage war ich in der Oper. Aha! Kaspertheater mit Gesang. Der Gesang soll vortrefflich gewesen sein, was ich dem Kritiker meines Ortsblättchens (OVZ) gerne glauben will, die Inszenierung war ihm allerdings nicht ganz geheuer. Andere waren da wohl noch befremdeter, wie etwa der Kritiker der OTZ, und auch das Publikum, das nur müden Beifall klatschte. Der Grund dafür soll das Beiwerk gewesen sein. Na schön – ich habe mich amüsiert und wahrscheinlich an den falschen Stellen gegrinst. Immer dann, wenn’s in der Oper so theatralisch wurde.

Ich deutete schon an, dass ich von der „Größe“ der Oper also solche nicht überzeugt bin und ich denke, dass in derartige Singspiele viel zu viel hineininterpretiert wird … Kaspertheater mit schönen Stimmen trifft’s wohl eher. Das Stück hieß wohl „Der Freischütz“, und ich kann Ihnen sagen: Das Thema ging mir restlos am Arsch vorbei.

Nun soll aber diese Oper, der ich beiwohnte „die deutsche Nationaloper“ schlechthin sein. Und falls das zutreffen sollte, frage ich mich nun doch ernsthaft, ob die Deutschen noch ganz bei Trost sind. Und mich befällt so der Gedanke: Ja, da war doch immer von der deutschen Leitkultur die Rede, nicht wahr?

Und das, was ich gesehen habe, das soll die deutsche Kultur in Reinform gewesen sein? Deutsche Mystik, deutsche Romantik, deutscher Wald und deutsche Frauen? Ein Freischuss auf die eigene Braut, der vielleicht eine Katastrophe gewesen wäre, aber dann doch keine ist?

Nein, danke.

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