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Warum „soziale Gerechtigkeit“ niemanden wirklich interessiert

Warum „soziale Gerechtigkeit“ niemanden wirklich interessiert

Die Sozialdemokratie war einst angetreten, in der Koalition für die „soziale Gerechtigkeit“ zu sorgen. Das hat sie denn auch getan, soweit es ihr möglich war – doch schließlich stellte sich heraus: Mit sozialer Gerechtigkeit ist kein Blumentopf zu gewinnen.

Wer am konsequentesten arbeitet, zahlt die meisten Steuern

Der Grund liegt bei den Massen, für die im Endeffekt nichts getan wird. Die Steuerpolitik ist längst so gestaltet, dass die Menschen, die am härtesten und konsequentesten arbeiten, letztlich viel zu hohe Steuern bezahlen, sodass sich Leistung nicht wirklich lohnt.

Soziale Gerechtigkeit für Minderheiten - damit gewinnt man keine Wahlen

Wer von der angeblichen „sozialen Gerechtigkeit“ profitiert, sind Menschen ohne Tarifverträge oder mit sehr niedrigem Lohn, die aber nun nicht gleich aus Dankbarkeit SPD wählen. Und es sind sind vielleicht Leiharbeiter, die auch nicht gerade die Masse darstellen. Was nun wieder heißt: „Soziale Gerechtigkeit“ zahlt sich bei Wahlen nicht aus. Erstens, weil sie wenige betrifft, und zweitens, weil es nicht um Gerechtigkeit geht, sondern um ein höheres Einkommen.

Der Mindestlohn - Umverteilung auf wessen Kosten?

Nun will die Linkspartei den gleichen Fehler wiederholen: Sie schielt auf die Menschen, die sich ewig ungerecht behandelt fühlen, und fordert, „in einem reichen Land dürfe es keine Armut“ geben. Genannt wird die Altersarmut, die ohne Zweifel ein Problem darstellt – allerdings weder für einen Lehrer noch für einen Metaller. Und das Lieblingskind aller Sozialschwätzer, der Mindestlohn? Er hat regionale bestimmte Waren – und dabei waren auch Grundnahrungsmittel - um bis zu 25 Prozent verteuert. Und wir dürfen gerne davon ausgehen, dass jede Erhöhung um 20 Prozent, wie sie mehrfach von der Linken gefordert wurde, wieder an den Kunden weitergegeben wird – an Arme wie an Reiche.

Das wäre möglicherweise noch erträglich. Unerträglich ist, dass damit in den Betrieben ein Lohnungleichgewicht und ein Lohnneid entstehen: Weniger qualifizierte Arbeitnehmer verdienen dann nämlich genauso viel wie qualifizierte – und das ist genau die Teufelsfratze des Sozialismus – die Gleichmacherei. Denn wenn weder Ausbildung noch Leistung zählt, sondern nur noch der Mindestlohn, der nach und nach zum Regellohn werden soll – was ist das anderes als der nackte Sozialismus?

Was für eine Farce das Linken-Geschwätz von der „Revolution der Gerechtigkeit“ ist, kann man daraus ersehen, dass man sich auf „Altersarmut, sozialer Ungleichheit und Wohnungsnot“ beruft. Denn die Altersarmut kann wirksam nur über Steuergelder eingedämmt werden, die abermals von den Leistungsträgern der Gesellschaft kommen sollen – und keinesfalls „von allen“. Selbst wenn das „gerecht“ wäre, müsste man doch diejenigen warnen, die demnächst zur Kasse gebeten werden. Von der „sozialen Ungerechtigkeit“ zu sprechen, ist Unfug – wenn, dann muss man seitens der Linken Ross und Reiter nennen. Denn was „ungerecht“ ist, darf nicht durch Sozialisten allein entschieden werden. Und die „Wohnungsnot“?

Wohnungsnot hat andere Gründe als "soziale Ungerechtigkeit"

Sicher, die gibt es hier und dort, vor allem aber an Orten, an denen die Wirtschaft boomt – und dieses Knoten zu durchschneiden, ist viel zu kompliziert, um ihn Sozialisten zu überlassen. Zudem wissen gerade die Sozialisten genau, dass dort, wo Sie „sozial“ gebaut haben, nämlich nahezu überall im Osten, ein Überangebot an Wohnungen besteht, das die Preise drückt und die private Vermietung unrentabel macht – und damit auch den Mietwohnungsbau.

Kein Wunder, wenn die Parteien, die sich „Sozialismus“ auf die Fahnen geschrieben haben, verlieren: Ihre Kernthemen gehen an der Masse vorbei, ja, sie verunsichern die Wähler der Mitte, die dennoch SPD und "Die Linke" gewählt haben.

Griechische Politik: Mit sozialistischem Wahn gegen die Wand gefahren

Mit Kommunisten, Sozialisten und Trotzkisten ist kein Staat zu machen – zumal nicht, wenn man unhaltbare Versprechungen in die Welt hinausposaunt. Das musste nun die Bevölkerung Griechenlands erfahren – und wenn nicht noch das Wunder der Vernunft geschieht, dann endet das kommunistisch-sozialistische Abenteuer in einem Fiasko für das griechische Volk. Ganz zu schweigen von dem Schaden, den Europa inzwischen genommen hat.

Sicher – die Mehrheit der Europäer hat sich zu Anfang ungeschickt verhalten – leider. Und Deutschland war – ebenfalls leider – daran nicht unbeteiligt.

Das eigentlich Ärgerliche: Linke und Grüne in Deutschland stützen die Haltung der gegenwärtigen griechischen Regierungsvertreter. Sie wären gut beraten, die linkslastige Ideologie endlich zu beerdigen – so wie manche anderen ideologischen Verwirrungen auch. Doch wäre es nur die "linke Last" – die ließe sich noch ablächeln. Es ist vor allem die Verbohrtheit, mit der man glaubt, dass der Sozialismus die Probleme der Völker und Nationen beseitigen würde. Daran hat sich – zumindest bei der Linkspartei – kaum etwas geändert.

Nun hat Europa – dank der desaströsen griechischen Links-Poltik ein Problem, das kaum lösbar erscheint. Schließlich wurde die Regierung vom griechischen Volk gewählt. Was also soll man tun? Positiv gesehen: vor allem: Daraus lernen. Und das heißt, sich massiv für ein liberales, aber selbstbewusstes Europa einzusetzen –und gegen die Ideologie des Sozialismus. Und die EU? Sie muss noch viel mehr als bisher für die europäischen Belange werben. Damit endlich jeder versteht, was Europa für Deutschland bedeutet.