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Erotisch schreiben: Analverkehr – muss ich das erlebt haben?

Puff - und weg ist der Artikel, der hier stand. In einem neuen Blog, "Sinnlich Schreiben" bekommen Sie ihn zurück (siehe Link) aber noch viel mehr:

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- Hintergrundinformationen zu komplexen erotischen Themen.
- Statistiken zu erotischen Fantasien und wissenschaftliche Thesen.
- Alternativen zur Beschreibung sexueller Handlungen.
- Psychologische Hintergründe, die nur wenige kennen.

Sie lesen den gesuchten Artikel dort ebenfalls, neu aufbereitet für Autorinnen und Autoren: Dort wird das für viele Autorinnen und Autoren peinliche Thema "Analverkehr" behandelt und gefragt: "Muss ich so etwas wirklich selbst erlebt haben?


Erotisch schreiben: der Penis, der Samenerguss und der Orgasmus des Mannes

Dieser Artikel ist umgezogen: die Existenz von Sperma gehört zu erotischen Literatur, kommt aber dort kaum vor.

Gewalt in der erotischen Literatur: notwendig oder sinnlos?

Modern oder historisch - wie wirkt Gewalt in der Erotik?


Gestatten Sie mir bitte zunächst, dass ich den Begriff der „Gewalt“ ein wenig zurechtrücke – denn dieser Begriff ist im Deutschen wahrhaftig unter die Räder gekommen. Wir benutzen ihn in erster Linie, wenn wir von „brutaler Gewalt“ reden und er kommt in „Vergewaltigung“ vor. Beides macht ihn zum Unwort. Dabei spielt die Gewalt in der Liebe eine größere Rolle, als Sie denken. Denn in der Liebe geben wir die „Gewalt über uns“ ja ganz bewusst ab – wir wollen sie gar nicht mehr, sondern wir wollen uns der Lust oder dem Partner „hingeben“. Der Verlust der Gewalt über sich selbst im Lieberausch ist legendär, und ebenso die Übergabe der Gewalt an den Partner: „Du kannst alles mir mir machen, alles, was du willst“, ist eine der üblichen Formeln.

Gewalt ist nicht an ein Geschlecht gebunden

Gewalt im erotischen Roman ist nicht an das Geschlecht gebunden, es sei denn, durch die „Schere im Hirn“. Mit Recht verpönt ist brutale körperliche Gewalt, um den Beischlaf zu erzwingen, weil sie einen Straftatbestand erfüllt – sie kommt allerdings umso häufiger im Kriminalroman vor. Im erotischen Roman hingegen ist die Szenerie von zahllosen Konflikten durchzogen. Sie zeigt sich darin, wie viel Gewalt die Protagonisten ausüben oder erdulden wollen und wie viel davon zu erwarten war und wie viel nicht.

Keine "glatt gebügelte" Sprache verwenden - keine Schere im Kopf

Ganz generell sollten sich Autorinnen und Autoren erotischer Romane ohnehin nicht an der „glattgebügelten“ Sprache der „sozialen Korrektheit“ orientieren. In der modernen Weichspül-Sprache sind Frauen beispielsweise immer „Opfer“, und sie tragen nichts dazu bei, in die jeweilige Situation zu kommen. Anders im erotischen Roman: Hier beginnt die Situation, die später eskalieren wird, nicht selten mit einer Provokation. Die Heldin will beweisen, wie sinnlich, begehrenswert, mutig, lustvoll oder gar leidensbereit ist. (Erinnern Sie sich bitte daran, dass «Die Geschichte der „O“») allein aus diesem Grund geschrieben wurde). Besonders deutlich wird dies im Roman „Lulu“ von Almudena Grandes, in dem die Heldin ihren Partner sogar damit reizt, dass sie vor seinen Augen einen Vibrator benutzt und darüber klagt, dass dieser keine „schnellen Stöße“ produzieren könne. Dann aber wird sie von seinen Wünschen überfordert und windet sich beim darauf folgenden Analverkehr unter Schmerzen.

Die Szenen werden also häufig so aufgebaut:

1. Die Frau provoziert, und hofft damit Lüste auszulösen.
2. Die Provokation gelingt, aber der Partner will etwas anderes, als sie sich gedacht hat.
3. Sie leidet unter dem, was er fordert, und fühlt sich am Ende ratlos, missbraucht oder auf merkwürdige Art zwiespältig.
4. Oftmals wandelt sich die Demütigung in ein lustvolles Schwelgen oder in plötzlich wieder einsetzende Lust.

Ist es eine heterosexuelle Szene, so bauen Sie die Szene mit Rücksicht auf Ihre empfindsamen Leserinnen besser so auf, dass die Heldin nicht absehen konnte, was mit ihr geschehen würde. Diese Regel gilt nicht in gleichem Maße für die lesbisch orientierte Beziehung, weil sich in ihr manche Frau auch mit der gewaltbereiten Verführerin identifizieren könnte.

Im Beispiel (nochmals Lulu“) sagt die Heldin, nachdem sie die Gewalt ertragen hatte und bei einer anderen Form des Geschlechtsverkehrs wieder Lust empfand:

«Die Erinnerung an die Gewalt verlieh meiner Lust eine unwiderstehliche Nuance, die mich überwältigte und ein furioses Ende auslöste.“


Gewalt, die von Frauen ausgeht

Während es relativ einfach ist, Männer als gewaltbereite Verführer darzustellen, sei es in heterosexuellen oder homosexuellen Beziehungen, so ist es meist schwieriger, die Gewaltbereitschaft von Frauen zu schildern. Dennoch wird es gelegentlich erfolgreich getan, wie beispielsweise in „Fuchsia“, bei der die dämonische Verführerin keinerlei Rücksicht auf die Verletzlichkeit ihres Opfer nimmt, sondern sie in abstoßend-faszinierender Weise erniedrigt. Dabei wird ohne jegliche Rücksicht das ansonsten unter Frauen bekämpfte Rezept: „Nimm sie dir – sie will es doch auch“ durchgesetzt.

Auch die Erniedrigung von Männern durch Frauen ist ein häufiges Thema, das am besten in Gigi Martins Erzählung „Die Herrin“ zum Ausdruck kommt. Hier ist das Opfer ein Mann, der von der eher zufällig zur „Herrin“ gewordenen Heldin auf bestialische Weise gequält wird, weil er ihr „hörig“ geworden ist. Interessant ist dabei allerdings –wie auch in fast allen anderen Werken dieser Art – dass zwischen den beiden Hauptpersonen keine Liebesaffäre, ja nicht einmal eine wirklich tiefe erotische Beziehung aufgebaut wird.

Über den Wert der Psychologie und Psychiatrie in erotischen Romanen

Viele Autorinnen fühlen sich veranlasst, nach einem Grund für die Handlungsweise der gewalttätigen oder unterwürfigen Helden zu suchen. Interessanterweise wird beim männlichen Opfer sogar Verständnis für die Unterwürfigkeit geweckt – bei Gigi Martin ebenso wie bei E.L. James. Dabei bemüht man sich, sich an der Psychologie von Sigmund Freud und an der Psychiatrie von Krafft-Ebing zu orientieren, die in Kombination Folgendes sagt:

Wer als Jugendlicher in sexuellem Zusammenhang geschlagen oder gedemütigt wurde, wird als Erwachsener versuchen, dies entweder aktiv oder passiv zu wiederholen. Er wird also Sadist, Masochist oder Sadomasochist.


Ob diese Theorien nun richtig sind oder nicht – das Volk hat sie verinnerlicht und glaubt an den „späten Fluch der bösen Tat“. Als Autor/Autorin können Sie deshalb aus der Jugenderinnerung entweder ein „ach, der arme Junge“, oder ein „blödes Schwein, er soll an seiner Neigung ersticken“ machen. Ich weise jedoch darauf hin, wie unsinnig es ist, in der erotischen Literatur auf psychologischen Theorien aufzubauen. Entscheidend sind die Gefühle der Handelnden – nicht der psychologische Hintergrund.

Kommen wir noch einmal zurück zur Gewalt. Sie ist, ich sagte es zu Anfang, nicht das, was die Leserinnen und Leser oberflächlich wahrnehmen. Wer sich hingibt, gleich, in welchem Zustand und unter welchen Umständen, lässt zu, dass ein Anderer „Gewalt über sie/ihn“ gewinnt. Wer aktiv verführt, übt immer auch Gewalt aus. Die einzige Frage, die Sie sich als Schriftsteller nun stellen sollten, ist die, wie sie damit umgehen. Dies ist sicherlich eine Herausforderung, die Sie nur dann meistern können, wenn sie sich ganz sicher sind, Gefühle „aus dem Innersten“ heraus zu schildern. Nehmen wir einmal an, das gelänge Ihnen nicht, so wären sie auf Klischees angewiesen, die Sie aus der Psychologie übernehmen können.

Konnte ich Ihnen damit helfen? Dann sagen Sie es Anderen. Wenn nicht, dann sagen Sie es mir.

Bild (leicht koloriert und retuschiert) nach einer Zeichnung von Topfer.

Der innere Konflikt, seine Psychologie und seine erotische Darstellung

Der Teil "erotisch schreiben" ist umgezogen. Auf der neuen Webseite, SinnlichSchreiben, können Sie ihn nach wie vor lesen. Der neue Titel: Die Psychologie des inneren Konflikts - und seine erotische Darstellung

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Sag, wie es ist – nicht, wie es eine naive Leserin gerne hätte

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Erfahrung kontra Fantasie – muss ich alles wirklich erlebt haben?

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Sieben gute Ratschläge für ängstliche Erotik-Autorinnen

Sieben wertvolle Ratschläge für Ihre erste erotische Geschichte

Die Lust auf Sex wohnt in jedem Hirn, jedem Herzen und jedem Bauch – was läge da näher, als auch über die Lust zu schreiben?

Na schön – ich gestehe Ihnen zu, dass es nicht schön ist, von einer CDU-Frau als Pornografin beschimpft zu werden, wie es mit einer bekannten Erfolgsautorin geschah. Aber Sie müssen damit rechnend, dass ihr Entschluss, über Erotik zu schreiben, Kontroversen auslöst.

Diese wichtigen Autoren-Ratschläge können ihnen Helfen, über Zweifel und Selbstzweifel hinwegzukommen.

1. Respektieren Sie sich und ihre Gefühle
Respektieren Sie sich selbst mit ihrer Sprache und Ihrer Sichtweise, aber gehen sie den Schritt darüber hinaus, der die Fantasie zum Funkeln bringt. Lust entsteht in erster Linie im Kopf – zwischen den Beinen fühlt sie der Leser (und die Leserin!) erst wenn der Kopf längst glüht.

2. Versuchen Sie, Genitalien auszusparen
Wenn Sie keine Meisterin / kein Meister des Genres sind, versuchen Sie, Geschlechtsorgane möglichst selten zu benennen. Bevor sich der Penis hebt und die Vagina befeuchtet, entwickeln sich Gefühle, die Sie beschreiben sollten.

3. Möglichst wenig Klischees
Sie haben kitschige Szenen in romantischen Frauenromanen gelesen, und neuerdings mit Sicherheit auch in erotischen Frauenromanen. Häufig wird Klischee an Klischee gereiht, wie etwa „weiche Knie“ oder „Schmetterlinge im Bauch“. Lassen Sie sich bitte etwas einfallen, dass es in ihrer Sprache schon gab, bevor sie Kitschromane lassen.

4. Sexszenen nicht aneinanderreihen wie Perlen
Versuchen Sie gar nicht erst, eine Sexszene nach der anderen wie bei einer Kette aufzufädeln. Lassen Sie Ihren Heldinnen und Helden Zeit zum Sehnen, Fühlen und Nachdenken - und sich selbst auch.

5. Alle fünf Sinne ansprechen
Wie ich schon vielfach schrieb, werden sinnliche Genüsse mit mehr als einem Sinn erfasst. Wonach riecht das Schlafzimmer der Dame? Welche Geräusche hinterlassen ihre Schritte? Was sehen Sie in ihren Pupillen? Wie schmecken ihre Lippen? Was spüren Sie, wenn sie ihre Haut berühren? Damit bringen Sie die Geschichte „hautnah“ an ihre Leserinnen und Leser.

6. Verführen Sie mit Worten, nicht mit dem Körper
Die Verführung in erotischen Geschichten verfängt durch Worte, nicht durch Taten. Es kommt nicht darauf an, dass die Hand des Helden unter den Rock der Heldin kriecht, sondern wie das geschieht.

7. Wechseln Sie zwischen distanzierter und unmittelbarer Ansprache
In weichen, sinnlichen Szenen versuchen Sie, Ihrem Leser oder Ihrer Leserin „unter die Haut“ zu kriechen. Versachlichen Sie ihre Sprache aber, sobald etwas Ungewöhnliches, Befremdliches gefordert wird – das würde Sie ja in jeder anderen Erzählung auch tun.

Ich hoffe, Sie konnten ein paar Tipps brauchen, um Ihre Erzählung zu beginnen.

Erotische Fantasien – wie viel Erfahrung steckt dahinter?

Der Umzug ist nun erfolgt: Sie lesen den Artikel jetzt auf "SinnlichSchreiben", dem kompetenten Portal für Erotik-Autorinnen.

Erotische Literatur: Wie lasse ich den Körper sprechen?

Der Artikel, den Sie hier erwartet haben, ist umgezogen auf meine Seite "Sinnlich Schreiben". Sie bekommen ihn zurück, aber noch viel mehr:

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Der Artikel "Wie lasse ich den Körper sprechen?" war und ist umstritten. Machen Sie sich Ihr eigenes Bild und lesen Sie die neue Version "Den Körper sprechen lassen - mit Gefühl".



Das erotische Date – Wahrheit oder Dichtung?

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Erotisch schreiben: Aufsatz, Groschenroman oder Literatur?

Wenn Sie mehr über das Thema wissen wollen: Wir sind jetzt auf "Sinnlich Schreiben". Dort finden Sie alles über erotische Aufsätze, Groschenhefte und - Literatur.

AIDA – das Geheimnis für bessere Kurzgeschichten

Nein, es ist nicht die Oper, die sich als Stoff für eine Kurzgeschichte eignet, es ist eine Formel, die sich hervorragend für den Aufbau von Kurzgeschichten eignet. Warum Autoren sie zumeist nicht kennen? Weil sie nichts aus ihrem Metier stammt.

Eine einfache Anleitung für den Aufbau Ihrer Kurzgeschichte
AIDA wurde an sich entwickelt, um angehenden Verkäufern das Leben zu erleichtern. Und das soll bei angehenden Autoren auch funktionieren? Ja sicher. Wo liegt denn der Unterschied zwischen einem verführerisch inszenierten Verkauf und einer verkäuferisch inszenierten Verführung? Formal läuft beides nach gleichen Regeln ab – und wir können getrost „formal“ denken, denn wir beschäftigen uns ja gerade mit der Form unserer Geschichte.

AIDA ist ein Akronym, wie man unschwer erkennt, das eingedeutscht aus vier Teilen besteht:

A – Aufmerksamkeit
I – Interesse
D – Drang
A – Abschluss.


Das geht so: Nachdem Sie die Aufmerksamkeit des Lesers mit ihrer meist ultrakurzen Einführung gewonnen haben, schüren sie nun sein Interesse an der Situation, in der sich ihr(e) Protagonist(in) befindet. Dann bauen Sie eine Spannung auf, aus der heraus ein lüsterner Drang entsteht. Haben sie den erreicht, folgt ein furioser Abschluss.

Sehen Sie, wie einfach das ist?

Vielen von Ihnen, besonders jenen, die Schreibschulen besucht haben, wird das Modell abenteuerlich vorkommen. Doch wenn Sie es mit den Modellen vergleichen, die Sie dort erlernt haben, werden sie feststellen: Dieses einzigartige Modell ist einfacher und führt schneller zum Erfolg. Beantworten Sie sich selbst diese Frage:

Warum soll ich einen halben Tag darauf verwenden, ein Konzept zu entwickeln, wenn ich meine Geschichte in einem halben Tag komplett zu Ende schreiben kann?


Meine Meinung: Es ist merkwürdig, dass sie etwas komplizierter angehen sollen, damit es für Sie einfacher wird.