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Dominanz, Demut und die Frau als Autorin erotischer Romane

Keine Hemmschwellen benötigen Sie, um nachzulesen, was Frauen und Demut für erotische Romane bedeuten.

Erotisch schreiben: Analverkehr – muss ich das erlebt haben?

Puff - und weg ist der Artikel, der hier stand. In einem neuen Blog, "Sinnlich Schreiben" bekommen Sie ihn zurück (siehe Link) aber noch viel mehr:

- Ideen in Hülle und Fülle.
- Themen, die Ihre Fantasie anregen.
- Innovative Möglichkeiten, erotisch zu schreiben.
- Neue Wege abseits der ausgetretenen Pfade.
- Hintergrundinformationen zu komplexen erotischen Themen.
- Statistiken zu erotischen Fantasien und wissenschaftliche Thesen.
- Alternativen zur Beschreibung sexueller Handlungen.
- Psychologische Hintergründe, die nur wenige kennen.

Sie lesen den gesuchten Artikel dort ebenfalls, neu aufbereitet für Autorinnen und Autoren: Dort wird das für viele Autorinnen und Autoren peinliche Thema "Analverkehr" behandelt und gefragt: "Muss ich so etwas wirklich selbst erlebt haben?


Liebe mit Biss – ohne Vampir

Halsschmuck - schützt gegen geraubte Küsse und wilde Bisse


Liebe bis zum wievielten Biss? Oh, ich habe nicht mitgezählt. War da nicht diese Stephenie Meyer, die uns jungfräulichen Beinahe-Sex mit schüchternen Vampiren vorkäste? Nun ja, Biss zum Ende der Nacht – Biss zum Ende des Erfolgs. Stephenie Meyers Karriere – einer jener fragwürdigen Schriftstellerkarrieren, nach denen viele streben und die kaum jemand erreicht.

Biss-Themen mit Vampiren und anderen Blutsaugerinnen

Die Liebe mit Biss ist allerdings nicht auf den jungfräulichen Vampir und auch nicht auf den sexuellen Vampir beschränkt, der übrigens nicht immer ein Mann sein muss. Falls Sie eine Anregung brauchen: Weibliche Vampire haben neben blasser Haut und kleinen, sinnlich dargebotenen Brüsten auch scharfe Zähnchen. Und Männer sind von wollüstigen und blutrünstigen weiblichen Schönheiten viele leichter ins Bett zu locken, als dies umgekehrt der Fall ist. Neben dem weiblichen Vampir, der eher in Fantasy-Romanze passt, hätte ich noch die schöne Agentin oder Erpresserin zu bieten, falls Sie nach weiblichen Heldinnen suchen, die Männer „bis aufs Blut aussaugen“.

Doch bleiben wir beim erotischen Biss – verderblich ist des Vampirs Zahn, aber der sanfte bis leicht schmerzvolle Biss des ungestümen oder berechnenden Liebhabers kann ungeheuer sinnlich sein.


Biss-Themen ohne Vampire - aber mit Lust

Allein die Vorstellung, gebissen zu werden, kann sanfte, süße Schauer und und erste lustvolle, auch feuchte Erregungen auslösen. Wie immer, empfehle ich, die Gefühle beim Biss bildhaft zu schildern – auch dann, wenn der Lover nur ein Wunschtraum ist, wie hier im Beispiel (1):

Ein einziger Biss. Welche Stelle meines Körpers wirst du wählen? Wirst du sie erst küssen, dann ansaugen und erst dann deine Zähne in meine Haut versenken? Meine Brüste verlangen nach deinem Mund. Oh, du liebst es, an den Himbeerchen zu saugen, heftig und leidenschaftlich. Du spitzt die Lippen, züngelst an der rauen Oberfläche, saugst die Nippel ein. Bald wirst du deine scharfen Schneidezähne über die empfindliche Haut gleiten lassen, unnatürlich sanft, und ich werde erzittern. Ein kleiner Biss nur, bitte … ich werde auch nicht laut schreien, ich verspreche es. Oder willst du, dass ich schreie?


Merkwürdig, dass in der Literatur mittlerweile alles vorkommt, was sanfte, süße oder unerträgliche Schmerzen auslöst – von Ausklopfer und Kochlöffel bis zum Rohrstock und zur Hundepeitsche. Doch die Zähne und die Fingernägel werden kaum noch erwähnt. Beide können sanfte, lustvolle Schauer und unerwartet heftige Lustschmerzen erzeugen.

Wäre dies ein Thema für Sie? Ich denke mir, sanfte Bisse und Kratzer von tiefrot lackierten Fingernägeln können sich Autorinnen, wie als Leserinnen eher vorstellen als Schläge mit Instrumenten, die sie niemals in die Hand nehmen würden und deren Wirkung sie nicht ermessen können. Gut – vielleicht wird es dann kein Bestseller. Aber ein Anerkennungserfolg reicht mancher Autorin auch.

Was meinen Sie?

Hier ein Beispiel für ein Gedicht (englisch) zum Thema.

(1) Zitat von Isi Febe.

Warum ist das Verbotene so erotisch?

Traumsequenzen - in Worte umsetzen
Wir leben in einer relativen Sicherheit. Wir wünschen uns, dass unser Partner morgen wieder neben uns aufwacht, wir wünschen uns Treue von ihm, und wir erwarten von der Beziehung Zuverlässigkeit und Kontinuität. Aber – wir haben auch dieses verborgene Verlangen nach Abenteuern, dem Neuen, dem Unbekannten, dem Unerwartete. Wir schieben diese Wünsche ganz nach hinten in unsere Preziosen-Schatulle, die wir nur öffnen dürfen, wenn wir allein sind. Manche dieser Wünsche sind so exotisch, dass wir uns gar nicht trauen dürfen, ihre Umsetzung zu planen, vor anderen fürchten wir uns selbst zu sehr, um sie zu realisieren. Nur ganz wenige dieser Fantasien werden in Realszenerien oder Rollenspielen jemals verwirklicht - und nicht immer wird unser Ehepartner auch unser Gespiele/unsere Gespielin sein, wenn es um die Ausführung geht.

Sehen sie, hier setzen Sie als Autorin oder als Autor an. Was Sie schreiben, ist das Vehikel, um die Fantasien aus der verborgenen Schatzkiste zu befreien und sie mit jemandem teilen zu können – mit ihrer Heldin oder Ihrem Helden.

Das Verbotene, das Verfemte unglaublich erotisch

Warum ist das Verbotene oder Verfemte so erotisch? Weil wir es vermutlich niemals tun werden, aber glauben, dass es uns den Atem rauben würde, wenn wir es täten. Ungewöhnliche Umstände mit sexuell unersättlichen Fremden,, die uns gewaltige Orgasmen bescheren, und in denen die Lust in Wollust umschlägt. Lustvolle Dreier mit allen Varianten und ungeplanten Überraschungen. Dem Fremden auf Gedeih und Verderb ausgeliefert sein. Sich verantwortungslos hingeben oder in Schmerzlust suhlen.

Es ist keine Schande. Natürliche Geilheit und eher eingeschränkte, zivilisierte Sexualpraktiken existieren im Denken parallel, und wir haben das Recht auf unser Eckchen im Hirn, in dem wir die schlafenden Bestien ungebändigter Wollust gefangenhalten.

Fantasien: Wir tun es nicht - es ist aber im Hinterkopf

Wir kopulieren nicht mit gefährlichen Fremden, lassen uns nicht in einsamen Hütten fesseln, verirren uns nicht in Gay- oder Lesbenbars, und laden werde Paare noch dritte Einzelpersonen nein, um mit ihnen Orgien zu feiern. Wir hassen Schmerzen und gehen zum Arzt, wenn wir sie empfinden – und suchen sie nicht auf, um daran Lust zu gewinnen.

Obgleich dies alles so ist, könnte es sein, dass wir uns heimlich danach sehnen, davon träumen und darüber fantasieren. Unsere menschlichen Gehirne verfügen über ein enormes Abstraktionsvermögen und können uns Dinge „erleben“ lassen, die wir niemals ausführen würden.

Was hat das alles mit dem erotischen Roman zu tun?

Im erotischen Roman lechzen, lieben und leiden wir mit den Heldinnen und Helden, werden zu verführerischen Schurken oder naiven, bedrängten Jungfrauen. Wir nehmen den Rohstock gedanklich in die Hand und ergötzen uns an noch weißen, ungezeichneten Pobacken. Oder wir präsentieren den nackten Hintern und bangen oder lüstern in Erwartung der kommenden Schläge. Die Protagonistinnen und Protagonisten leben die Erfahrungen aus, die in unsere hintersten Kämmerlein schlummern. Sie sind die Stellvertreter auf der Bühne eines Lebens, das wir nicht führen wollen und können.

Wenn Sie Autorin oder Autor sind und gerade hingebungsvoll in sich hinein gelauscht haben, dann werden Sie nun wissen, was ihre Leserschaft erwartet: Sie sollen das aus streng-moralischer Sicht Verbotene, Unerhörte und absolut Verwerfliche in Ihren Zeilen Wirklichkeit werden lassen. Ihr Roman ist der Ort, an dem sich die höchst frivolen Begegnungen ereignen, die ansonsten vom Verstand blockiert werden.

Nutzen Sie diese Möglichkeit. Auch wenn uns Elisabeth Benedcit dies sagt:

Über den ehelichen Sex zu schreiben, kann genauso prickelnd sei wie wie das Entwerfen einer stürmischen Begegnung zwischen Liebenden, die sich seit Jahrzehnten nacheinander verzehren.


Schreiben Sie lieber über das Ungewöhnliche

Ja – aber es kommt drauf an, in welchem Zusammenhang. In einem nicht-erotischen Roman, in dem man eine erregende Sex-Szene benötigt, vielleicht. Doch die Leserinnen und Leser erotischer Romane langweilen sich, wenn sie etwas lesen, was sie „beinahe“ erlebt haben oder morgen problemlos erleben könnten. Sie wollen das „eigentlich Verbotene“, das Geheimnisvolle, das in ihren Hinterköpfen wohnt.

Vielleicht denken Sie einfach mal daran, dass die meisten Menschen ihre geheimen erotischen Fantasien niemals wirklich erfüllend verwirklichen können – zum Teil auch deshalb, weil sie in der Realität gar nicht wirklich lustvoll wären.

Also – Sie sind dran. Schreiben sie ihr erotisches Märchen, und erfüllen Sie Ihren Leserinnen und Lesern die Fantasien, die sie selbst niemals erfüllen würden oder können.

Lustvolle Themen (3) Ideen für erotisches Schreiben - Dreier

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Unser Vorschläge zu erotischen Themen für Autorinnen und Autoren wurden allesamt verlagert auf „SinnlichSchreiben“. Dort finden Sie in Zukunft nicht nur die hier gelöschten Vorschläge wieder, sondern auch zahllose neue Ideen. Ferner veröffentlichen wie dort „Saisonvorschläge“, die besonders gut in die Jahreszeit passen.

Die dort veröffentlichen Vorschläge und Fragmente in der Kategorie eins – „Sinnliche Ideen“ dürfen weiterverwendet, ausgebaut und variiert werden, solange sie nicht als “Schreib-Tipps” im Internet verbreitet warden und keine Rechte Dritter (fremde Zitate sind gekennzeichnet) verletzt werden.

Lustvolle Themen (2) - Ideen für erotisches Schreiben Fremde und Freiluft

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Die dort veröffentlichen Vorschläge und Fragmente in der Kategorie eins – „Sinnliche Ideen“ dürfen weiterverwendet, ausgebaut und variiert werden, solange sie nicht als “Schreib-Tipps” im Internet verbreitet warden und keine Rechte Dritter (fremde Zitate sind gekennzeichnet) verletzt werden.

Erotisch schreiben: der Penis, der Samenerguss und der Orgasmus des Mannes

Dieser Artikel ist umgezogen: die Existenz von Sperma gehört zu erotischen Literatur, kommt aber dort kaum vor.

Gewalt in der erotischen Literatur: notwendig oder sinnlos?

Modern oder historisch - wie wirkt Gewalt in der Erotik?


Gestatten Sie mir bitte zunächst, dass ich den Begriff der „Gewalt“ ein wenig zurechtrücke – denn dieser Begriff ist im Deutschen wahrhaftig unter die Räder gekommen. Wir benutzen ihn in erster Linie, wenn wir von „brutaler Gewalt“ reden und er kommt in „Vergewaltigung“ vor. Beides macht ihn zum Unwort. Dabei spielt die Gewalt in der Liebe eine größere Rolle, als Sie denken. Denn in der Liebe geben wir die „Gewalt über uns“ ja ganz bewusst ab – wir wollen sie gar nicht mehr, sondern wir wollen uns der Lust oder dem Partner „hingeben“. Der Verlust der Gewalt über sich selbst im Lieberausch ist legendär, und ebenso die Übergabe der Gewalt an den Partner: „Du kannst alles mir mir machen, alles, was du willst“, ist eine der üblichen Formeln.

Gewalt ist nicht an ein Geschlecht gebunden

Gewalt im erotischen Roman ist nicht an das Geschlecht gebunden, es sei denn, durch die „Schere im Hirn“. Mit Recht verpönt ist brutale körperliche Gewalt, um den Beischlaf zu erzwingen, weil sie einen Straftatbestand erfüllt – sie kommt allerdings umso häufiger im Kriminalroman vor. Im erotischen Roman hingegen ist die Szenerie von zahllosen Konflikten durchzogen. Sie zeigt sich darin, wie viel Gewalt die Protagonisten ausüben oder erdulden wollen und wie viel davon zu erwarten war und wie viel nicht.

Keine "glatt gebügelte" Sprache verwenden - keine Schere im Kopf

Ganz generell sollten sich Autorinnen und Autoren erotischer Romane ohnehin nicht an der „glattgebügelten“ Sprache der „sozialen Korrektheit“ orientieren. In der modernen Weichspül-Sprache sind Frauen beispielsweise immer „Opfer“, und sie tragen nichts dazu bei, in die jeweilige Situation zu kommen. Anders im erotischen Roman: Hier beginnt die Situation, die später eskalieren wird, nicht selten mit einer Provokation. Die Heldin will beweisen, wie sinnlich, begehrenswert, mutig, lustvoll oder gar leidensbereit ist. (Erinnern Sie sich bitte daran, dass «Die Geschichte der „O“») allein aus diesem Grund geschrieben wurde). Besonders deutlich wird dies im Roman „Lulu“ von Almudena Grandes, in dem die Heldin ihren Partner sogar damit reizt, dass sie vor seinen Augen einen Vibrator benutzt und darüber klagt, dass dieser keine „schnellen Stöße“ produzieren könne. Dann aber wird sie von seinen Wünschen überfordert und windet sich beim darauf folgenden Analverkehr unter Schmerzen.

Die Szenen werden also häufig so aufgebaut:

1. Die Frau provoziert, und hofft damit Lüste auszulösen.
2. Die Provokation gelingt, aber der Partner will etwas anderes, als sie sich gedacht hat.
3. Sie leidet unter dem, was er fordert, und fühlt sich am Ende ratlos, missbraucht oder auf merkwürdige Art zwiespältig.
4. Oftmals wandelt sich die Demütigung in ein lustvolles Schwelgen oder in plötzlich wieder einsetzende Lust.

Ist es eine heterosexuelle Szene, so bauen Sie die Szene mit Rücksicht auf Ihre empfindsamen Leserinnen besser so auf, dass die Heldin nicht absehen konnte, was mit ihr geschehen würde. Diese Regel gilt nicht in gleichem Maße für die lesbisch orientierte Beziehung, weil sich in ihr manche Frau auch mit der gewaltbereiten Verführerin identifizieren könnte.

Im Beispiel (nochmals Lulu“) sagt die Heldin, nachdem sie die Gewalt ertragen hatte und bei einer anderen Form des Geschlechtsverkehrs wieder Lust empfand:

«Die Erinnerung an die Gewalt verlieh meiner Lust eine unwiderstehliche Nuance, die mich überwältigte und ein furioses Ende auslöste.“


Gewalt, die von Frauen ausgeht

Während es relativ einfach ist, Männer als gewaltbereite Verführer darzustellen, sei es in heterosexuellen oder homosexuellen Beziehungen, so ist es meist schwieriger, die Gewaltbereitschaft von Frauen zu schildern. Dennoch wird es gelegentlich erfolgreich getan, wie beispielsweise in „Fuchsia“, bei der die dämonische Verführerin keinerlei Rücksicht auf die Verletzlichkeit ihres Opfer nimmt, sondern sie in abstoßend-faszinierender Weise erniedrigt. Dabei wird ohne jegliche Rücksicht das ansonsten unter Frauen bekämpfte Rezept: „Nimm sie dir – sie will es doch auch“ durchgesetzt.

Auch die Erniedrigung von Männern durch Frauen ist ein häufiges Thema, das am besten in Gigi Martins Erzählung „Die Herrin“ zum Ausdruck kommt. Hier ist das Opfer ein Mann, der von der eher zufällig zur „Herrin“ gewordenen Heldin auf bestialische Weise gequält wird, weil er ihr „hörig“ geworden ist. Interessant ist dabei allerdings –wie auch in fast allen anderen Werken dieser Art – dass zwischen den beiden Hauptpersonen keine Liebesaffäre, ja nicht einmal eine wirklich tiefe erotische Beziehung aufgebaut wird.

Über den Wert der Psychologie und Psychiatrie in erotischen Romanen

Viele Autorinnen fühlen sich veranlasst, nach einem Grund für die Handlungsweise der gewalttätigen oder unterwürfigen Helden zu suchen. Interessanterweise wird beim männlichen Opfer sogar Verständnis für die Unterwürfigkeit geweckt – bei Gigi Martin ebenso wie bei E.L. James. Dabei bemüht man sich, sich an der Psychologie von Sigmund Freud und an der Psychiatrie von Krafft-Ebing zu orientieren, die in Kombination Folgendes sagt:

Wer als Jugendlicher in sexuellem Zusammenhang geschlagen oder gedemütigt wurde, wird als Erwachsener versuchen, dies entweder aktiv oder passiv zu wiederholen. Er wird also Sadist, Masochist oder Sadomasochist.


Ob diese Theorien nun richtig sind oder nicht – das Volk hat sie verinnerlicht und glaubt an den „späten Fluch der bösen Tat“. Als Autor/Autorin können Sie deshalb aus der Jugenderinnerung entweder ein „ach, der arme Junge“, oder ein „blödes Schwein, er soll an seiner Neigung ersticken“ machen. Ich weise jedoch darauf hin, wie unsinnig es ist, in der erotischen Literatur auf psychologischen Theorien aufzubauen. Entscheidend sind die Gefühle der Handelnden – nicht der psychologische Hintergrund.

Kommen wir noch einmal zurück zur Gewalt. Sie ist, ich sagte es zu Anfang, nicht das, was die Leserinnen und Leser oberflächlich wahrnehmen. Wer sich hingibt, gleich, in welchem Zustand und unter welchen Umständen, lässt zu, dass ein Anderer „Gewalt über sie/ihn“ gewinnt. Wer aktiv verführt, übt immer auch Gewalt aus. Die einzige Frage, die Sie sich als Schriftsteller nun stellen sollten, ist die, wie sie damit umgehen. Dies ist sicherlich eine Herausforderung, die Sie nur dann meistern können, wenn sie sich ganz sicher sind, Gefühle „aus dem Innersten“ heraus zu schildern. Nehmen wir einmal an, das gelänge Ihnen nicht, so wären sie auf Klischees angewiesen, die Sie aus der Psychologie übernehmen können.

Konnte ich Ihnen damit helfen? Dann sagen Sie es Anderen. Wenn nicht, dann sagen Sie es mir.

Bild (leicht koloriert und retuschiert) nach einer Zeichnung von Topfer.

Der innere Konflikt, seine Psychologie und seine erotische Darstellung

Der Teil "erotisch schreiben" ist umgezogen. Auf der neuen Webseite, SinnlichSchreiben, können Sie ihn nach wie vor lesen. Der neue Titel: Die Psychologie des inneren Konflikts - und seine erotische Darstellung

Dort bekommen sie unter anderem:

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