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Sex haben - der Unbegriff

Denken ist schon schwer genug - und Sie wollen wirklich schreiben?
Bevor ich einen weiteren Satz schreibe: Ja, ich habe diesen Begriff auch schon benutzt: „Sex haben“. Wie das schon klingt: Ich habe Sex, du hast Sex, er/sie hat Sex … und natürlich wir haben Sex, ihr habt Sex, sie haben Sex.

Haben

Haben steht in Deutsch hauptsächlich für „Besitzen“ und „Beinhalten“. Daneben auch für die Pflicht, etwa zu tun („der Hund hat zu gehorchen“) und sehr selten für etwas anderes. Wie kann da jemand „Sex haben“? Wie kommen wir überhaupt auf die Idee, Sätze zu schreiben wie „wir hatten Sex“ oder „hattet ihr Sex?“

Weil wir kein Deutsch schreiben können. Der Begriff „Sex haben“ ist eine inkorrekte, wenngleich populäre Übernahme aus dem Englischen. Dort steht das Wort „have“ dafür, dass etwas getan wird oder getan wurde. Typisch (das werden Sie kennen) „to have Breakfast“ – was nicht bedeutet „Frühstück zu haben“, sondern zu frühstücken. „What did you have for Breakfast“ kann zwar holprig mit „Was hattet ihr zum Frühstück?“ übersetzt werden, aber eigentlich sollte es heißen: „Was gab es bei euch zum Frühstück?“

Also, wie lief Ihr Tag ab? „Wir hatten Frühstück, dann hatten wir einen Spaziergang, dann hatten wie ein Glas Wein, und dann hatten wir Sex?“ Sehen Sie, das, schreiben Sie nicht – aber wie ist das nun mit dem Sex?

Sex

Wissen Sie, was „Sex“ ist? Wenn Sie jetzt sagen: „Klar, das ist bumsen oder vögeln …“, dann stimmt das zwar, aber es ist nicht dasselbe. Selbst die angeblich „bösen Worte“ für das Schönste drücken deutlicher aus, was geschehen ist als der Begriff „Sex haben“. Man lag nicht zusammen und hatte irgendetwas, sondern man tat etwas. Es könnte sein, dass Sie keinen anderen Begriff dafür kennen, als „heftig gevögelt zu haben“ oder „heftig gevögelt worden zu sein“. Aber selbst diese primitiven Sätze drücken deutlicher aus, was geschah, als ihre Helden vermeintlich „Sex hatten“.

Die heiße Liebe, das Feuer der Liebe

Als „Sex“ und „Liebe“ noch parallel verwendet wurden, wenn sich ein Paar ineinander verschlang, sagte man: „Sie machen Liebe“ – auch aus dem Englischen. Wenigstens musste man da noch etwas tun – man konnte die Lust nicht einfach haben, man musste sie füreinander erzeugen. Wer sich vornehm ausdrücken wollte, konntet noch schreiben: „Der Liebe frönen“, und jeder wusste: Nein, die halten jetzt nicht Händchen. Und wenn gar das „Feuer der Liebe entfacht wurde“, dann knöpfte die Maid sich das Mieder auf. Und dann? Nein, so genau wollte man es damals nicht wissen.

Formal? Nein danke!

Es gibt eine „formale Ausdrucksweise“, die im Englischen ebenso dümmlich kling wie im Deutschen: „to have sexual intercourse“, also „den Geschlechtsverkehr vollziehen.“ Das allerdings drückt nun auch nicht so recht aus, was dabei geschieht.

Und was gibt es - außer „Sex haben“?

Was sollten wir Autoren also schreiben?

Das, was es ist, das, wie es empfunden wurde und das, was sich andere auch vorstellen können. Und das heißt: Nicht so stark vereinfachen.

Beim Frühstück haben wir einen frisch aufgebrühten Kaffee getrunken, dann ein Croissant genommen, um es in der Mitte zu zerbrechen, die Bruchstellen übermäßig dich mit frischer Butter zu bestreichen und sodann noch einen großen Klecks guter englischer Marmelade darauf zu tun.

Sehen Sie, das haben Sie getan. In Wahrheit haben Sie kein „Frühstück gehabt“. Und sie haben keinen „Sex gehabt“, wenn Sie schreiben, dass Sie Sex gehabt haben. Und so, wie sie ein Frühstück bildlich beschreiben können, sollten Sie auch den Sex beschreiben können. Und wenn nicht? Dann lassen Sie es einfach.

Dieser Artikel erscheint in mehreren Medien

Liebe, Romantik, Erotik, Sex – verträgt sich das?

Unter dem Einfluss der Romantik um 1800 wurde die Liebes-Ehe das Ideal des Bürgertums. Die Essenz dieses Liebes-Ideals ist eine Überhöhung beider Beziehungspartner, die unweigerlich zu unrealistischen Erwartungen führt.

Der Paartherapeut Peter A. Schröter
(1)

Romantisch, verführerisch und lüstern ...


Wir haben bereits im ersten Teil dieses Artikel gesehen, dass die romantische Liebe ein Produkt der Fantasie ist, das die Sehnsüchte Ihrer Leserinnen (und weniger Ihrer Leser) bedient. (1)

Was aber bringt in einer Liebesgeschichte die „Liebe an sich“, die darin enthaltene Romantik, die Erotik und die Sexualität zusammen?

Zunächst einmal: Sie sollten wissen, wie „Romantik geht“. Wenn ich nochmals auf meinen ersten Artikel und das darin enthaltene Zitat zurückreifen darf, ist die romantische Liebe in der Literatur die Möglichkeit, einen „sentimentalen Stoff in einer fantastischen Form“ Form darzustellen. Dabei muss auf der einen Seite „die Liebe“ als Gefühl einseitig „überhöht“, notfalls sogar verkitscht werden. Auf der anderen Seite müssen archaische oder besonders ungewöhnliche Situationen und Umgebungen geschaffen werden, in denen sich das Paar trifft.

Der Liebesroman – die einseitige Sicht der Liebe

Der Liebesroman ist also eigentlich gar kein „Roman von der Liebe“, sondern ein Roman, der von jenem überhöhten Teil der Liebe handelt, der in Märchen, Rittergeschichten (Minnesang), Jungmädchengeschichten und anderen idealisierten Schilderungen der Sinnlichkeit vorkommt. Der Liebesroman handlet also mehr von der Sehnsucht nach Liebe als von der Erfüllung der Liebe – und aus der Sehnsucht entsteht auch die latente, aber dennoch ständig vorhandene erotische Spannung. Wenn Sie wirklich nicht wissen sollten, was Erotik ist, will ich es schnell erklären.

Was ist Erotik im Vergleich zu Sentimentalität in der Liebe?

Sentimentalität und Erotik sind Schwestern. Mögen sie auch ungleich sein, so ist ihnen eines gemeinsam: Sie drücken stellvertretend Gefühle und Sehnsüchte aus, die bei einer präzisen Beschreibung entzaubert würden. So entsteht Erotik immer dann, wenn im Hirn der Leserin sexuelle Lüste aufkommen, die aber im Text gar nicht „ausgeschrieben“ dargestellt werden.(Ähnlich ist es übrigens ind er Fotografie). Sentimentalität ist hingegen ein schriftstellerisches Hilfsmittel, um starke Formen der „Rührung“ auszulösen, dass der nackte Text ebenfalls nicht vermitteln kann, und die dazu führen mag, dass Ihre Leserin spontan in Tränen ausbricht.

Wie fließen Sex und sexuelle Spiele in den Liebesroman ein?

- Beim Glückswandel
In einem eher traditionellen Liebesroman findet Sex nicht statt, weil er die sentimentale Stimmung zerstören könnte. Auch in solchen Romanen kann Sex aber der Grund für den Glückswandel sein. Beispielsweise, weil sich bei den sexuellen Wünschen männlichen Partners (aus der Sicht der Heldin) „Abgründe“ auftun. Erinnern Sie sich an den hocherotischen Film „9½ Wochen“? Alles ist bereit für einen romantschen Abend, die Lokation entspricht ganz dem Ideal: Man entflieht den Massen, lässt sich auf das Abenteuer eines Hausboots ein. Doch die Heldin flieht, nachdem sie einen Anklang von Sadismus spürt: Statt eines Liebeslieds wird eine Schallplatte von Billie Holiday aufgelegt: „Strange Fruit“. Indessen kann der „Abgrund“ alles sein, vom Wunsch nach vorehelichem Sex überhaupt über Oralverkehr bis hin zu sadistischen Lustvorstellungen.

Übrigens kann das Entsetzen vor, während oder nach der Ausführung einer entsprechen Prozedur einsetzen – das eröffnet Ihnen Varianten für die weitere Entwicklung der Geschichte.

- Plötzlich und ohne Vorankündigung

Ob Sie es nun akzeptieren oder nicht: „Genommen zu werden“ ist eine durchaus romantische Vorstellung. Entsprechend sind die Protagonisten bösen Räuber, lustvolle Vampire oder reiche Schnösel, die „nicht lange fackeln“, um die Heldin „zu nehmen“ oder plötzlich mit ihren befremdlichen Gelüsten herauszurücken. In der Trilogie „50 Shades of Grey“ beispielsweise geschieht dies relativ früh. Am Ende des sechsten Kapitels kündigt Mr. Grey an, er würde dien Heldin „hart vögeln“ und sie habe „keine Ahnung, worauf sie sich einlasse“, sodass sie möglicherweise fliehen würde. Dennoch betritt sie ohne weitere Verzögerung sein „Spielzimmer, einen SM-Folterkeller. Lapidar lässt die Autorin ihre Heldin sagen: „Ich fühle mich ins sechzehnte Jahrhundert zurückversetzt, zur Spanischen Inquisition.“ (3)

Romantik, Begierde und Sex – eine Einheit?

Romantik und Begierde sind wirklich nichts Neues. Von der Blutrunst eines Grafen Dracula über den lesbischen Vampir Carmilla bis hin zur (historisch möglicherweise nicht korrekt dargestellten) Gräfin Erzsébet Báthory, der sadistische, lesbische Beziehungen zu unzähligen jungen Frauen nachgesagt wurden, von denen sie viele anschließend getötet haben soll. Die Nähe von wollüstiger Begierde und Tod ist sogar in die französische (Original-)Version des Rotkäppchen-Märchens eingegangen.

Wirklich neu ist im Grunde nur, wie der „tatsächlich existierende“ Geschlechtsverkehr in die Liebesgeschichten eingebaut wird: Die neuen Autorinnen konfrontieren ihre Heldinnen hart mit der Entscheidung, in Sex einzuwilligen oder nicht. Manchmal bringen sie auch unnachgiebige Verführer und Verführerinnen ins Spiel, die gar nicht daran denken, ihre Absichten zu ändern.

Sex und Romantik sind im Grund ideale Partner

Wenn eine romantische Erzählung vor allem darin besteht, die Heldin in Höhlen, Gärten, Schlösser und Waldhütten zu locken, und dabei sentimentale Stimmungen zu erzeugen, so spricht auch nichts dagegen, sie an eben diesen Orten verführen zu lassen. Die schottische Trivial-Autorin Alison McLeay geht noch zögerlich vor – und bricht selbstverständlich ab, bevor es „zur Sache“ geht (4):

Dann fummelte er an meinem Rock herum, sein Atem kam in kurzen Stößen, und dann streichelte seine Hand unter meinem Unterrock meine Beine … und schließlich fühlte ich seine warme Hand zwischen meinen Schenkeln und seine Finger … (hier bricht die Schilderung ab, weil die Heldin „laut aufschreit“)


Das Beispiel mag zeigt deutlich, dass die gleiche manieristisch-verkitschte Sprache, die in anderen Liebes- und Sehnsuchtsszenen benutzt wird, auch im sexuellen Bereich verwendet werden kann. Wenn Sie die Szene ausweiten wollten, müssten Sie nur weiterschreiben. Sie haben sicherlich bemerkt, dass die Szene in passiver Form geschrieben wurde. Hier die Beispiele:

1. Er fummelte …
2. Sein Atem kam …
3. Streichelte seine Hand …
4. Schließlich fühlte ich … …

In dieser Form lassen sich so gut wie alle sexuellen „Vorfälle“ neutralisieren, und die Autorin hätte durchaus noch schildern können, wie „die Finger in sie eindrangen“, oder er „ihren Rock hochschob“ und dergleichen mehr.

Selbstverständlich kann die moderne Autorin, die sich an romantische, gleichwohl aber ebenso lüsterne und begierige Frauen wendet, die aktive Form verwenden. Der Unterschied besteht darin, dass die Autorin die Gefühle ihrer Heldin schildern muss, etwa so (5):

Seine Hand wandert langsam und zärtlich an meinen Schenkeln hoch. Meine Haut kräuselt sich unter seinen Berührungen, und mir wird zugleich heiß und kalt. Niemand hat mich auf diese Situation vorbereitet. Soll ich die Schenkel nun öffnen oder schließen? Ich gebe zu, die Berührungen ein wenig zu genießen, aber was wird daraus folgen?


Sie können derartige Schilderungen durchaus weiter romantisieren, indem sie die Elemente „Natur“, „Geheimnis“ oder „Ursprung“ in Ihre Geschichte einbauen. Dann würde sich diese Passage eher so lesen (5):

Seine Hand wandert forschend an meinem Schenkel hoch, als wäre sie ein Jäger, der sich an das Wild heranschleicht. Ich fürchte mich und lass ihn doch gewähren. Hoffte ich nicht schon lange, dass er mich besiegen würde? Soll ich meine Schenkel, öffnen, um ihm den Weg zu bahnen, oder leiste ich ihm Widerstand, sodass er mich erst überwältigen muss? Ich habe keinen Vorstellung, was ihn mehr reizt. Ich genieße, von seiner Hand verführt zu werden, aber wie geht so etwas eigentlich weiter?


Nun lasse ich Sie für heute aber wirklich allein – und wenn Sie Lust haben, dann schreiben Sie mir einfach, wie Sie die Sache sehen …


(1) Aus "Annabelle".
(2) Die romantische Dichtung des E.T.A. Hoffmann ist beispielsweise kaum noch bekannt, weil sie sich an entsprechend eingestellte heterosexuelle Männer wendet. ("Der Goldene Topf")

(3) Aus den Shades of Grey", das "f-Wort" wurde ersetzt.
(4) "Passage Home", "the Wayward Tide" oder "Das Amulett", zuerst London 1990
(5) Texte von Isi Febe.

Emanzipation: Frauen sind wie die Tiere – Männer auch

Geilheit ist tierisch -oder menschlich. Aber nicht ausschließlich männlich.
Wahrscheinlich stimmen Sie meinem ersten Satz zu: „Männer haben offenbar etwas noch nicht bemerkt: Frauen haben sich emanzipiert, und zwar gründlich.“ Doch nun kommt der Zweite: „… doch sie haben sich nicht in dem Sinne emanzipiert, den Alice Schwarzer sich einmal wünschte, sondern ihre Emanzipation ist für sie eine reine Privatsache geworden, die sie selbst in die Hand nehmen, wo, wie und wann sie es für richtig halten.“

Diese „neue“ feministische Bewegung kennt weder Doktrinen noch folgt sie Ideologien – und sie ist wenig dokumentiert. Sie folgt auch keinen ethischen Regeln, sondern richtet sich nach individuellen Gegebenheiten.

Was sich während all dieser Jahre vor allem änderte, war das Frauenbild – aber es ändere sich keinesfalls so, wie es die Mütter der „zweiten Welle“ der Emanzipation geplant hatten.

Drehen wir die Zeit einmal ein wenig zurück, so war die Frau der Vor-1970er Jahre weitgehend eine Person, die sich allenthalben unterordnete – privat wie auch im Geschäftsleben. Die unverheiratete Frau wurde mit „Fräulein“ bezeichnet, und nahezu jede Frau, die einen Beruf erlernte, hoffte darauf, zu heiraten und Mutter zu werden. In der Öffentlichkeit waren alleinstehende Frauen gar nicht gerne gesehen – bisweilen verweigerte man ihnen sogar den den Zutritt zu Gaststätten. Die höchste Position, die sie im nicht-akademischen Beruf jemals erklimmen konnte, war Abteilungsleiterin im Warenhaus oder Chefsekretärin, und wenn eine Frau wirklich das Abitur machte und studierte, dann wurde sie zumeist Lehrerin oder Sozialpädagogin.

Inzwischen sind über 40 Jahre vergangen, und die Töchter der Emanzipation fragen nicht mehr nach der Bedeutung flacher Schuhe, eines ausladenden Ganges, der Latzhosengleichheit oder der Freiheit von Büstenhaltern. Auch kümmern sie sich kaum noch um den Erhalt und Ausbau der Emanzipation, sondern nehmen sie als gegeben hin. Sie leben sozusagen „ihre Freiheit in der Freiheit“ und mucken zu Recht auf, wenn ihnen Recht verweigert werden, weil sie Frauen sind.

Frauen sind Frauen - und nicht "besser als Männer"

Doch noch etwas Anderes ist geschehen, was den Mütter der Emanzipation zunächst entging: Die Emanzipation brachte Frauen nicht nur eine neue soziale und gesellschaftliche Stellung ein, sondern auch einen Verlust. Denn bisher ging die bürgerliche Gesellschaft davon aus, dass Frauen nicht nur die „besseren Hälften“ der Ehepaare waren, sondern auch die edleren Menschen. Dieser „Edelcharakter“ blieb ihnen zunächst euch erhalten, obgleich er nicht zur „emanzipierten Frau“ passte. Gleich wert ist gleich gut – aber eben auch gleich schlecht. Das von Krafft-Ebing aufgestellte Dogma, ein „gesundes Weib“ hätte kaum erotische Gelüste, erweis sich als falsch. Der Psychiater hatte sich einfach geirrt und die Umstände, unter denen diese Frauen aufwuchsen, mit den Bedürfnissen, die sie „von Natur aus“ entwickeln, gleichgestellt. Kurz und bündig: Die emanzipierte Frau, die viele Männer zunächst als eine Art merkwürdiges Neutrum angesehen hatten, entwickelte sich zur lustvollen, auch sexuell emanzipierten Partnerin. Bis heute passt diese Art von Gleichheit übrigens nicht nur vielen Feministinnen nicht „in den Kram“, sondern auch Gender-Forscherinnen und einem Teil der Psychologen – von Theologen und Moralisten einmal ganz abgesehen.

Gerade beschwert sich ein Autor der FAZ, dass sich die Millennium-Mädchen (bis etwa 34), und unter ihnen vor allem die Jahrgänge von 2000 (heute gegen 14 Jahre alt) unmöglich benehmen würde. Zitat:

Was die Äußerungen offenbaren, ist Alltag in der Welt der um 2000 Geborenen. Unbekümmert sprechen Mädchen von ihren „Titten“ oder ihrem „Arsch“ und vom „Ficken“, „Vögeln“ oder „Sex haben“. Mit neuer Selbstverständlichkeit verwenden sie das alte, von Männern gebrauchte Vokabular für Körperselbstbild und sexuelle Intimität. Sex passiert einfach. „Ich hatte mit dem mal was“ oder „Mit dem lief mal was“ sind solche Aussprüche.


Sie kennen sicher den Spruch: „Männer sind wie Tiere“ – jedenfalls, wenn es um die Sexualität geht. Doch auch Frauen sind wie Tiere – warum sollte sie es auch nicht sein? Neue, wirklich objektive Forschungen belegen relativ eindeutig, dass die weibliche Sexualität zwar nicht ständig verbalisiert wird, aber dennoch nahezu ständig abrufbar ist. Oder mit anderen Worten: Frauen werden ähnlich schnell und intensiv „geil“ wie Männer, sei sie nicht mehr befürchten müssen, dafür beschimpft oder entehrt zu werden.

Frauen sind nicht edler und wertvoller als Männer

Wir müssen uns abschminken, dass eines von den beiden Geschlechtern im Denken edler oder wertvoller ist als das andere, und dafür spricht nicht nur die Naturwissenschaft, sondern auch die Religion. Der Schöpfergott hat Frauen und Männer frei und gleich aus demselben Stoff geschaffen – und ihnen niemals verboten, Sex zu haben.

Dieser Artikel ist - unter Quellenangabe - frei für den Nachdruck in Online- und Printmedien.